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Partizipieren lernen – wie geht das?

von admin | 16. April 2009

Jedes Kind ,das selbst bestimmen darf und dazu aufgefordert wird,
d.h. es ein selbstgesteuertes Mitbestimmungsrecht hat und darin bestärkt wird, setzt sich mehr für die Durchsetzung seiner Interessen und Bedürfnisse ein .

- Kinder die Mitbestimmungsrecht haben ,- reden mit – und sie reden viel ! -

Die Kinder und Jugendlichen sind durch das Partizipationsangebot emotional in ihrem Selbstwertgefühl angesprochen. Ihr natürliches Neugierdeverhalten ist geweckt , ihre Aufmerksamkeit (Konzentration) ist erhöht. Sie sind motiviert (intrinsisch). Die Lernbereitschaft ist gesteigert. Motivation ist ein Aktivierungs –und Steuerungsfaktor für die eigene Leistungsbereitschaft . Aus sich selbst heraus sind sie angeregt Fragen zu stellen und zu erforschen, dies begünstigt konstruktives Problemlöseverhalten und kreative Tätigkeit. Hierdurch ist die Annäherung an das Erziehungsziel des kritischen, urteilsfähigen und produktiven Lernenden zu erwarten

Partizipation bedeutet konkret: Mitbestimmung auf allen Ebenen.

Dies betrifft beispielsweise, Mitbestimmung über die Verwendung der für sie vorhandenen Finanzen und Freiräume. Ob das für ihre Zwecke vorhandene Budget, auch Zeit beispielsweise für den Besuch von öffentlichen Einrichtungen, wie Bücherei, Kino oder Hansapark , für den Kauf von Mobiliar oder für die Anschaffung von Spielmaterial verwendet wird .

Vielfältige Überlegungen, Abwägungen, Entscheidungen werden von ihnen “mitgetragen”.
Eingebettet in die Rahmenbedingungen (Orientierung) und Regeln –wie z..B., dass niemand beschimpft werden darf, haben die Kinder die Möglichkeit auf allen Ebenen des Alltags ihre Interessen zu beschreiben .
Der Gebrauch von Sprache (Wort & Schrift) ist Bestandteil aller Partizipationsprozesse.

-Wir bieten ihnen ein Experimentierfeld –

Sie erfahren aktiv, dass durch den unterschiedlichen Einsatz von Worten unterschiedliche Wirkungen erreicht werden können und sie für die Durchsetzung ihrer Interessen und Wünsche mit einem größeren Wortschatz -und dem gezielten Einsatz dessen – mehr Chancen auf Mitsprache haben .
Die Kinder und Jugendlichen erfahren dadurch einerseits ihre verbalen Kompetenzen (und somit ihre Handlungskompetenzen) einzuschätzen und zu erweitern und andererseits in Auseinandersetzung mit einer Gruppe basisdemokratisch für sich und ihre Bedürfnisse einzutreten . ´´

Wir ermöglichen den Kindern und Jugendlichen durch unsere Angebote Kreativität und Eigeninitiative zu entwickeln.

Beispielsweise durch die Möglichkeit einmal wöchentlich ihre Freizeitaktivitäten, in einer von und durch sie gestalteten Teamsitzung zu bestimmen .
Sie werden hierbei von uns (Erwachsenen) gesprächs – und prozessbegleitend unterstützt. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung ist dadurch gewährleistet

In dieser kommunikativen Auseinandersetzung sind alle Beteiligten gleichberechtigt.

Verschiedenste Freizeitgestaltungsmöglichkeiten werden vorgeschlagen. Diese Vorschläge reichen von Fußballspielen über das Malen von Fensterbildern, Kochgelüsten bis hin zu Museeumsbesuchen.
Bei Bedarf werden auch Themen besprochen, welche die Kinder beschäftigen.

-viele Menschen, unterschiedlicher Interessen
-viele Ideen, unterschiedliche Möglichkeiten
-viele Worte, unterschiedliche Anregungen

Die in Frage kommenden Vorschläge werden gesammelt und zur Wahl gestellt. Jeder hat eine Stimme. Die Mehrheit entscheidet.

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