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Was ist Partizipation

von admin | 16. April 2009

Partizipation von Kindern und Jugendlichen bezeichnet den ernsthaften Diskurs zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen über wichtige Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen und Alternativen zulassen.”

Partizipation beginnt damit ,die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen (und auch Erwachsenen) kennen zu lernen und nicht für sie zu entscheiden sondern sich vor jeder sie betreffenden Entscheidung mit ihnen zu beraten.

Der Wortstamm des Wortes “Partizipation” stammt vom lateinischen Wort “Partizip ” “Partizipieren” bedeutet: von etwas , was ein anderer hat, etwas abbekommen ;teilhaben

Durch Partilzipationsangebote haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit Demokratie und Selbstbestimmung zu lernen und zu erproben .

Im Mittelpunkt stehen das Interesse des Kindes und seine Partizipationsmöglichkeiten.

Grundsätzlich gilt das Prinzip der Freiwilligkeit.

Im geschützten Rahmen begegnen ihnen die Erwachsenen mit Akzeptanz und Empathie (Wohlfühlatmosphäre).

Alle Räume werden als Kommunikationsräume betrachtet.
Kommunikation ist die Basis für Lernen und Soziales Miteinander.

Indem Erwachsene immer wieder, in allen Alltagssituationen den Dialog mit den Kindern und Jugendlichen suchen, können wir einen Einblick in ihre Lebens – und Erfahrungswelt erhalten.
Wir erfahren von ihren Interessen, Wünschen, Bedürfnissen, Ängsten und Problemen.

Partizipationsprozesse sind Interaktionsprozesse, sie benötigen die Gemeinschaft.
Beziehungen zu anderen Menschen herzustellen will gelernt sein.

Sprechen ist eine Fähigkeit die nur in Kontakt mit anderen Menschen erworben und auch nur in Kontakt mit anderen ausprobiert , erweitert und verfeinert werden kann
Die Erwachsenen stellen sich den Kindern und Jugendlichen als Partner ihrer natürlichen Sprechfreude zur Verfügung. Indem wir ihnen mit Zuhören begegnen, dass heißt wir uns auf ihre Äußerungen, deren Inhalte und Mitteilungen einlassen, wir Abstand davon nehmen, uns selbst darzustellen. So fühlt sich das Kind ernst genommen und im aktiven Sprachgebrauch, also seinem natürlichem Mitteilungsbedürfnis bestärkt und bestätigt .Dies wiederum hat eine Steigerung der Sprechfreude und die Ermunterung zur aktiven Sprachnutzung zur Folge . Außerdem teilen alle Sprachwissenschaftler die Auffassung, dass es die Erfahrung mit Sprache ist, die Sprachverhalten hervorruft und modifiziert. In jedem Menschen ein Spracherwerbsmechanismus vorhanden ist, der durch äußere Spracheinwirkung aktiviert wird. Durch die sprachliche Interaktion mit erwachsenen Sprachanwendern (Sprachvorbild) hat das Kind die Möglichkeit den formalen Aufbau von Sprache erweitert kennen zu lernen. Durch Zuhören und Sprechen kann in kürzester Zeit ein ungemein komplexes Regelwerk und ein noch komplexeres Netzwerk von Ausnahmen zu bestimmten Regeln gelernt werden. Wir stellen den Kindern im von ihnen gewollten Gespräch unser Sprachvermögen zur Verfügung und ermöglichen ihnen dadurch den Ausbau ihrer Sprachhandlungskompetenz. Das Sprachniveau eines jeden Kindes ist individuell und somit auch nur individuell förderbar. Es ist von Bedeutung, dass das Kind auf seiner Ebene (Entwicklung) angesprochen wird und mit Rücksichtnahme auf die individuelle Entwicklung des Kindes behutsam gesteigert wird. Die Fähigkeit sich selbstsicher mitzuteilen wird gesteigert .

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