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Ziele & Hemmnisse

von admin | 16. April 2009

Partizipation bedeutet auch Macht abgeben
Verantwortung übergeben
Kompetenzen zubilligen

In den Gegebenheiten besteht das Angebot, dass Kinder sich in ihrem Rahmen (Entwicklung) in der erwachsenen Rolle des Erziehers ausprobieren können.

Sie können die damit einhergehenden Rechte und Pflichten erfahren und haben auch die Möglichkeit aus der Perspektive des Erwachsenen/Verantwortungsträgers zu “sehen”:
Sie können auch das “Gewicht” der Verantwortung kennen lernen und erleben. Die Kinder sind stolz darauf, wenn ihnen die Kompetenz zugebilligt wird, Verantwortung zu tragen. Die “Attraktivität” Verantwortung zu übernehmen steigert sich und kann zur zunehmenden Bereitschaft eigenverantwortlichen Handelns führen.
Hierbei ist jedoch auch zu beachten, den Kindern den Rahmen aufzuzeigen um erstens bei eventeull auftretenden Überforderungssituationen helfend einzugreifen und zu stützen. Zweitens bei eventuellen “Ausschweifungen” die Grenzen aufzuzeigen.

Doch gilt es nicht nur Denkstrukturen zu erweitern, sondern auch die Handlungskompeten-
zen.
Die Kinder erhalten Raum, Möglichkeiten und Hilfe zur Organisation,
welche durch den zunehmenden Lern- und Erfahrungsprozeß zur Selbstorganisation
werden kann.
Selbständigkeit , Eigenverantwortung und Sozialverhalten wird gefördert.

Durch äußere Handlungen werden Denkstrukturen angeregt (Wechselwirkung).

Durch sinnliche Wahrnehmung werden gemachte (Lern-) Erfahrungen vertieft und im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Durch die freiwillige Entscheidung betretene Lernfelder wird die Neugierde- und Experimentierfreude geweckt.

Bei dieser Erfahrungssammlung können “Unruheprozesse” auftreten. Diese sind als positiv zu betrachten, denn sie bekunden die aktive Beteiligung des Kindes am Geschehen.
Aus lerntheoretischer Sicht bedeutet dies :Ein Mensch baut die neu gewonnene Erfahrung in sein individuelles Weltbild (Ordnungsebene) ein. Es kommt zu Prozessen der Umstrukturierung, d.h.: Auseinandernehmen des Vorhandenen/ Differenzieren/ Vergleichen und gegebenenfalls Einpassen.
Ein erweitertes (Selbst-u.) Welt-Bild kann entstehen. Dies wiederum bedingt einen erweiterten ”Blickwinkel” und einen erweiterten Handlungsrahmen, sowie erweiterte Erfahrungen und einen Zuwachs von Wissen.

Auch ist zu bedenken, dass jedes Kind/jeder Mensch seine individuelle Aufnahme- und Verarbeitungszeit (Lern-Zeittempo) hat. Für ein konstruktives Lernen ist es wichtig, dass dieser respektiert und beachtet wird. Jedem Kind sollte dieser “Raum” zugebilligt werden und die Möglichkeit des Rückzuges sollte gewährleistet sein.

Es ist wichtig, dass wir Erwachsenen immer unsere Unterstützung und Beratung anbieten, wenn diese gewünscht ist.

Nicht immer sind die Kinder dazu in der Lage, auftauchende Unsicherheiten mitzuteilen, deshalb ist es wichtig, dass wir immer als aktive Beobachter am Geschehen beteiligt sind.

Wir (Erwachsenen) bieten den Kindern auch immer wieder den Dialog an. Hierdurch können wir u.a. die Handlungsintentionen erfahren und vermeiden dadurch, dass wir unsere Ansprüche auf das Kind übertragen und ihnen wichtige Lernerfahrungen nehmen. Wir stärken die Kinder, in dem wir ihnen ihre Erfolge aufzeigen. Wir ermuntern die Kinder indem wir sie loben.

Wir zeigen den Kindern vielfältige Möglichkeiten auf, durch welche sie ihre Fähig-
keiten, Fertigkeiten und Kompetenzen erproben und erweitern können

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