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	<title>Partizipation bei Kindern &#38; Jugendlichen</title>
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		<title>Was ist Partizipation</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 13:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Partizipation von Kindern und Jugendlichen bezeichnet den ernsthaften Diskurs zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen über wichtige Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen und Alternativen zulassen.” Partizipation beginnt damit ,die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen (und auch Erwachsenen) kennen zu lernen und nicht für sie zu entscheiden sondern sich vor jeder sie betreffenden Entscheidung mit ihnen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Partizipation von Kindern und Jugendlichen bezeichnet den ernsthaften Diskurs zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen über wichtige Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen und Alternativen zulassen.”</p>
<p>Partizipation beginnt damit ,die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen (und auch Erwachsenen) kennen zu lernen und nicht für sie zu entscheiden sondern sich vor jeder sie betreffenden Entscheidung mit ihnen zu beraten.</p>
<p>Der Wortstamm des Wortes “Partizipation” stammt vom lateinischen Wort “Partizip ” “Partizipieren” bedeutet: von etwas , was ein anderer hat, etwas abbekommen ;teilhaben</p>
<p>Durch Partilzipationsangebote haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit Demokratie und Selbstbestimmung zu lernen und zu erproben .</p>
<p><span id="more-3"></span></p>
<p>Im Mittelpunkt stehen das Interesse des Kindes und seine Partizipationsmöglichkeiten.</p>
<p>Grundsätzlich gilt das Prinzip der Freiwilligkeit.</p>
<p>Im geschützten Rahmen begegnen ihnen die Erwachsenen mit Akzeptanz und  Empathie (Wohlfühlatmosphäre).</p>
<p>Alle Räume werden als Kommunikationsräume betrachtet.<br />
Kommunikation ist die Basis für Lernen und Soziales Miteinander.</p>
<p>Indem Erwachsene immer wieder, in allen Alltagssituationen den Dialog mit den Kindern und Jugendlichen suchen, können wir einen Einblick in ihre Lebens – und Erfahrungswelt erhalten.<br />
Wir erfahren von ihren Interessen, Wünschen, Bedürfnissen, Ängsten und Problemen.</p>
<p>Partizipationsprozesse sind Interaktionsprozesse, sie benötigen die Gemeinschaft.<br />
Beziehungen zu anderen Menschen herzustellen will gelernt sein.</p>
<p>Sprechen ist eine Fähigkeit die nur in Kontakt mit anderen Menschen erworben und auch nur in Kontakt mit anderen ausprobiert , erweitert und verfeinert werden kann<br />
Die Erwachsenen stellen sich den Kindern und Jugendlichen als Partner ihrer natürlichen Sprechfreude zur Verfügung. Indem wir ihnen mit Zuhören begegnen, dass heißt wir uns auf ihre Äußerungen, deren Inhalte und Mitteilungen einlassen,  wir Abstand davon nehmen, uns selbst darzustellen. So fühlt sich das Kind ernst genommen und  im aktiven Sprachgebrauch, also seinem natürlichem Mitteilungsbedürfnis bestärkt und bestätigt .Dies wiederum hat eine Steigerung der Sprechfreude und die Ermunterung zur  aktiven Sprachnutzung zur Folge .                                                                                                Außerdem teilen alle Sprachwissenschaftler die Auffassung, dass es die Erfahrung mit Sprache ist, die Sprachverhalten hervorruft und modifiziert. In jedem Menschen ein Spracherwerbsmechanismus vorhanden ist, der durch äußere Spracheinwirkung aktiviert wird. Durch die sprachliche Interaktion mit erwachsenen Sprachanwendern (Sprachvorbild) hat das Kind die Möglichkeit den formalen Aufbau von Sprache erweitert kennen zu lernen. Durch Zuhören und Sprechen kann in kürzester Zeit ein ungemein komplexes Regelwerk und ein noch komplexeres Netzwerk von Ausnahmen zu bestimmten Regeln gelernt werden. Wir stellen den Kindern im von ihnen gewollten Gespräch unser Sprachvermögen zur Verfügung und ermöglichen ihnen dadurch den Ausbau ihrer Sprachhandlungskompetenz. Das Sprachniveau eines jeden Kindes ist individuell und somit auch nur individuell förderbar. Es ist von Bedeutung, dass das Kind auf seiner Ebene (Entwicklung) angesprochen wird und mit Rücksichtnahme auf die individuelle Entwicklung des Kindes behutsam gesteigert wird. Die Fähigkeit sich selbstsicher mitzuteilen wird gesteigert .</p>
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		<title>Partizipieren lernen &#8211; wie geht das?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 13:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Kind ,das selbst bestimmen darf und dazu aufgefordert wird, d.h. es ein selbstgesteuertes Mitbestimmungsrecht hat und darin bestärkt wird, setzt sich mehr für die Durchsetzung seiner Interessen und Bedürfnisse ein . - Kinder die Mitbestimmungsrecht haben ,- reden mit – und sie reden viel ! - Die Kinder und Jugendlichen sind durch das Partizipationsangebot [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Kind ,das selbst bestimmen darf und dazu aufgefordert wird,<br />
d.h. es ein selbstgesteuertes Mitbestimmungsrecht hat und darin bestärkt wird, setzt sich mehr für die Durchsetzung seiner Interessen und  Bedürfnisse ein .</p>
<p>- Kinder die Mitbestimmungsrecht haben ,- reden mit – und sie reden viel ! -</p>
<p><span id="more-7"></span></p>
<p>Die Kinder und Jugendlichen sind durch das Partizipationsangebot emotional in ihrem Selbstwertgefühl angesprochen. Ihr natürliches Neugierdeverhalten ist geweckt , ihre Aufmerksamkeit (Konzentration) ist erhöht. Sie sind motiviert (intrinsisch). Die Lernbereitschaft ist gesteigert. Motivation ist ein Aktivierungs –und Steuerungsfaktor für die eigene Leistungsbereitschaft . Aus sich selbst heraus sind sie angeregt Fragen zu stellen und zu erforschen, dies begünstigt konstruktives Problemlöseverhalten und kreative Tätigkeit. Hierdurch ist die Annäherung an das Erziehungsziel des kritischen, urteilsfähigen und produktiven Lernenden zu erwarten</p>
<p>Partizipation bedeutet konkret: Mitbestimmung auf allen Ebenen.</p>
<p>Dies betrifft beispielsweise, Mitbestimmung über die Verwendung der für sie vorhandenen Finanzen und Freiräume. Ob das für ihre Zwecke vorhandene Budget, auch Zeit beispielsweise für den Besuch von öffentlichen Einrichtungen, wie Bücherei, Kino oder Hansapark ,  für den Kauf von Mobiliar oder für die Anschaffung von  Spielmaterial verwendet wird .</p>
<p>Vielfältige Überlegungen,  Abwägungen,  Entscheidungen werden von ihnen “mitgetragen”.<br />
Eingebettet in die Rahmenbedingungen (Orientierung) und Regeln –wie z..B., dass niemand  beschimpft werden darf, haben die Kinder die Möglichkeit auf allen Ebenen des Alltags ihre Interessen zu beschreiben .<br />
Der Gebrauch von Sprache (Wort &amp; Schrift) ist Bestandteil aller Partizipationsprozesse.</p>
<p>-Wir bieten ihnen ein Experimentierfeld –</p>
<p>Sie erfahren aktiv, dass durch den unterschiedlichen Einsatz von Worten unterschiedliche Wirkungen erreicht werden können und sie für die Durchsetzung ihrer Interessen und Wünsche mit einem größeren Wortschatz -und dem gezielten Einsatz dessen &#8211; mehr Chancen auf Mitsprache haben .<br />
Die Kinder und Jugendlichen erfahren dadurch einerseits ihre verbalen Kompetenzen (und somit ihre Handlungskompetenzen) einzuschätzen und zu erweitern und andererseits in Auseinandersetzung mit einer Gruppe basisdemokratisch für sich und ihre Bedürfnisse einzutreten .  ´´</p>
<p>Wir ermöglichen den Kindern und Jugendlichen durch unsere Angebote  Kreativität und Eigeninitiative zu entwickeln.</p>
<p>Beispielsweise durch die Möglichkeit einmal wöchentlich ihre Freizeitaktivitäten, in einer von und durch sie gestalteten Teamsitzung zu bestimmen .<br />
Sie werden hierbei von uns (Erwachsenen) gesprächs – und prozessbegleitend unterstützt. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung ist dadurch gewährleistet</p>
<p>In dieser kommunikativen Auseinandersetzung sind alle Beteiligten gleichberechtigt.</p>
<p>Verschiedenste Freizeitgestaltungsmöglichkeiten werden vorgeschlagen. Diese Vorschläge reichen von Fußballspielen über das Malen von Fensterbildern, Kochgelüsten bis hin zu Museeumsbesuchen.<br />
Bei Bedarf werden auch Themen besprochen, welche die Kinder beschäftigen.</p>
<p>-viele Menschen, unterschiedlicher Interessen<br />
-viele Ideen, unterschiedliche Möglichkeiten<br />
-viele Worte, unterschiedliche Anregungen</p>
<p>Die in Frage kommenden Vorschläge werden gesammelt und zur Wahl gestellt. Jeder hat eine Stimme. Die Mehrheit entscheidet.</p>
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		<title>Werkzeuge &amp; Übungen</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 13:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unterschiedlichste Wie/so-, Weshalb-, Warum Fragen können auftauchen und zur Diskussion gestellt werden. Diskussionen, welche die Grundlage von Entscheidungen darstellen, können die Nutzung des “Denkapparates” anregen. Entscheidungen zu treffen will gelernt sein. Im gemeinsamen Brainstorm (kreative Ideensammlung) können die Kinder lernen, ihre Wünsche verbal zu formulieren, zu erklären, zu differenzieren. Sie üben sich in der freien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unterschiedlichste Wie/so-, Weshalb-, Warum Fragen können auftauchen und zur Diskussion gestellt werden. Diskussionen, welche die Grundlage von Entscheidungen darstellen, können die Nutzung des<br />
“Denkapparates” anregen. Entscheidungen zu treffen will gelernt sein.</p>
<p>Im gemeinsamen Brainstorm (kreative Ideensammlung) können die Kinder lernen, ihre Wünsche verbal zu formulieren, zu erklären, zu differenzieren. Sie üben sich in der freien Stellungnahme.</p>
<p><span id="more-9"></span></p>
<p>Die Kinder erfahren unmittelbar, daßss Worte durch unterschiedliche Betonung (Phonotik) unterschiedliche Gefühle und Reaktionen im Gegenüber und bei sich selbst auslösen.<br />
Sie erfahren durch die Art und Weise der Sprachnutzung Wirkungen von Aufmerksamkeit, Anerkennung und Ablehnung. Die Wahrnehmung des non-verbalen Kommunikationsanteiles kann gesteigert werden.<br />
In diesem sozialem (Sprach-)Handlungs –“Lernfeld” können die Regeln der Sprachgemeinschaft, wie beispielsweise sich gegenseitig zuzuhören und aussprechen zu lassen erlernt werden. Kriterien der Wahl  &#8211; somit auch Kritikfähigkeit – können eingeübt werden. Die Erprobung erfordert Mut.<br />
Durch aktiven Sprachgebrauch kann verbales Durchsetzungsvermögen erlernt werden. Es macht Mut.</p>
<p>Das “argumentative Streiten” kann geübt werden.</p>
<p>Im Gespräch begleiten wir den (Gruppen-) dynamischen Einigungsprozess. Begleiten bedeutet, dass wird nicht unsere kommunikativen Ansprüche übertragen, sondern eigene Gesprächserfahrungen von den Kindern gemacht werden können. Wir sichern die themenzentrierte Orientierung durch Zuhören und aktives Beobachten. Gegebenenfalls greifen wir unterstützend ein, in dem wir beispielsweise den Gesprächsverlauf transparent machen und Konfliktlösungsmöglichkeiten aufzeigen.<br />
Bei nicht zu überwindenden Meinungsverschiedenheiten bieten wir Gesprächshilfen an. Wir geben bei Bedarf Impulse als Entscheidungshilfen. Es ist uns auch wichtig, Erfolgserlebnisse zu sichern.<br />
Wir regen auch Entscheidungen, wie beispielsweise die Einrichtung und Nutzung von Tanz- oder Selbstverteidigungsworkshops an.<br />
Wir sind darauf bedacht, den Kindern Informationen über laufende Veranstaltungen, wie Kinder- und Jugendtheatervorstellungen oder Ausstellungen und Feste zukommen zu lassen. Wir regen sie auch umgekehrt dazu an, sich Informationen über Veranstaltungen oder Einrichtungsnutzungen (Kursangebote, u.a.) zu ihren jeweiligen Interessensgebieten zu verschaffen. Wir greifen Impulse der Kinder auf und ermuntern sie gegebenenfalls, diese umzusetzen.<br />
Gibt es zum Beispiel den Vorschlag “Kegeln zu gehen”, bieten wir ihnen Orientierungs- und Organisationshilfen an, die sie in die Lage versetzen, diesen eigenständig anzugehen. d.h. notwendige Telefonate und Terminsabsprachen werden ausgiebig vorbesprochen und wenn erforderlich geübt.<br />
Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder durch Sprach-/Handlungsübungen ihre Selbst-/Kompetenzen steigern und ihre Kommunikationsmuster ausbauen. Sie sind zunehmend dazu in der Lage ihre Wünsche und Bedürfnisse differenzierter zu erläutern und der Sprachsituation angemessen zu repräsentieren. Sie erlangen zunehmend die Kompetenz ihre Ideen darzustellen.<br />
Das begleitende Gespräch, die damit verbundene Sicherheit wird immer weniger zur Orientierung benötigt.<br />
Durch die Gewährleistung der Freiwilligkeit entwickeln die Kinder mehr und mehr Spaß, Freude und Kreativität. Mit Begeisterung ergreifen sie die Initiative ihre Ideen darzustellen.<br />
Das Interesse die Sprachfähigkeit und die damit verbundene Wissensaneignung zu erweitern steigt.<br />
Die intellektuelle Entwicklung wird gesteigert.<br />
Erfolg beim Lernen führt dazu, dass das Selbstbewußtsein gestärkt wird und das Selbstwertgefühl vergrößert wird. Der so entstehende Wechselwirkungskreislauf ermuntert,  in der Erweiterung der Sprachfähigkeit fortzufahren.<br />
Die Ideen vervielfältigen sich. Die Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (Handlungsfelder) werden komplexer. Dies wird von allen Beteiligten als Bereicherung empfunden. Die Bereitschaft gemeinsame Lösungen zu finden, also Kooperationen einzugehen, ist gesteigert, denn alle Beteiligten haben das gemeinsame Ziel, der befriedigenden Freizeitgestaltung unter Steigerung des Wohlbefindens.<br />
Die Kinder begreifen sich als aktive Mitgestalter des Alltages. Sie erfahren ihren “Beitrag” als Teilhaber am Gesamtgeschehen, mit welchem sie Anerkennung und Prestige in und durch die Gruppe erfahren können. Die soziale Wahrnehmung ist gesteigert. Sie entwickelt zunehmend kreatives Teamdenken.<br />
Wer die Sprachnutzung für die Vertretung seiner Interessen erlernt und als positiv erfahren hat, neigt weniger zur Gewaltanwendung.</p>
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		<title>Ziele &amp; Hemmnisse</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 13:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Partizipation bedeutet auch Macht abgeben Verantwortung übergeben Kompetenzen zubilligen In den Gegebenheiten besteht das Angebot, dass Kinder sich in ihrem Rahmen (Entwicklung) in der erwachsenen Rolle des Erziehers ausprobieren können. Sie können die damit einhergehenden Rechte und Pflichten erfahren und haben auch die Möglichkeit aus der Perspektive des Erwachsenen/Verantwortungsträgers zu “sehen”: Sie können auch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Partizipation bedeutet auch Macht abgeben<br />
Verantwortung übergeben<br />
Kompetenzen zubilligen</strong></p>
<p>In den Gegebenheiten besteht das Angebot, dass Kinder sich in ihrem Rahmen (Entwicklung) in der erwachsenen Rolle des Erziehers ausprobieren können.<br />
<span id="more-12"></span><br />
Sie können die damit einhergehenden Rechte und Pflichten erfahren und haben auch die Möglichkeit aus der Perspektive des Erwachsenen/Verantwortungsträgers zu “sehen”:<br />
Sie können auch das “Gewicht” der Verantwortung kennen lernen und erleben.  Die Kinder sind stolz darauf, wenn ihnen die Kompetenz zugebilligt wird, Verantwortung zu tragen. Die “Attraktivität” Verantwortung zu übernehmen steigert sich und kann zur zunehmenden Bereitschaft eigenverantwortlichen Handelns führen.<br />
Hierbei ist jedoch auch zu beachten, den Kindern den Rahmen aufzuzeigen um erstens bei eventeull auftretenden Überforderungssituationen helfend einzugreifen und zu stützen. Zweitens bei eventuellen “Ausschweifungen” die Grenzen aufzuzeigen.</p>
<p>	Doch gilt es nicht nur Denkstrukturen zu erweitern, sondern auch die Handlungskompeten-<br />
	zen.<br />
	Die Kinder erhalten Raum, Möglichkeiten und Hilfe zur Organisation,<br />
	welche durch den zunehmenden Lern- und Erfahrungsprozeß zur Selbstorganisation<br />
	werden kann.<br />
	Selbständigkeit , Eigenverantwortung und Sozialverhalten wird gefördert.</p>
<p>Durch äußere Handlungen werden Denkstrukturen angeregt (Wechselwirkung).</p>
<p>Durch sinnliche Wahrnehmung werden gemachte (Lern-) Erfahrungen vertieft und im Langzeitgedächtnis gespeichert.</p>
<p>Durch die freiwillige Entscheidung betretene Lernfelder wird die Neugierde- und Experimentierfreude geweckt.</p>
<p>Bei dieser Erfahrungssammlung können “Unruheprozesse” auftreten. Diese sind als positiv zu betrachten, denn sie bekunden die aktive Beteiligung des Kindes am Geschehen.<br />
Aus lerntheoretischer Sicht bedeutet dies :Ein Mensch baut die neu gewonnene Erfahrung in sein individuelles Weltbild (Ordnungsebene) ein. Es kommt zu Prozessen der Umstrukturierung, d.h.: Auseinandernehmen des Vorhandenen/ Differenzieren/ Vergleichen und gegebenenfalls Einpassen.<br />
Ein erweitertes (Selbst-u.) Welt-Bild kann entstehen. Dies wiederum bedingt einen erweiterten ”Blickwinkel” und einen erweiterten Handlungsrahmen, sowie erweiterte Erfahrungen und einen Zuwachs von Wissen.</p>
<p>Auch ist zu bedenken, dass jedes Kind/jeder Mensch seine individuelle Aufnahme- und Verarbeitungszeit (Lern-Zeittempo) hat. Für ein konstruktives Lernen ist es wichtig, dass dieser respektiert und beachtet wird. Jedem Kind sollte dieser “Raum” zugebilligt werden und die Möglichkeit des Rückzuges sollte gewährleistet sein.</p>
<p>Es ist wichtig, dass wir Erwachsenen immer unsere Unterstützung und Beratung anbieten, wenn diese gewünscht ist.</p>
<p>Nicht immer sind die Kinder dazu in der Lage, auftauchende Unsicherheiten mitzuteilen, deshalb ist es wichtig, dass wir immer als aktive Beobachter am Geschehen beteiligt sind.</p>
<p>Wir (Erwachsenen) bieten den Kindern auch immer wieder den Dialog an. Hierdurch können wir u.a. die Handlungsintentionen erfahren und vermeiden dadurch, dass wir unsere Ansprüche auf das Kind übertragen und ihnen wichtige Lernerfahrungen nehmen. Wir stärken die Kinder, in dem wir ihnen ihre Erfolge aufzeigen. Wir ermuntern die Kinder indem wir sie loben.</p>
<p>	Wir zeigen den Kindern vielfältige Möglichkeiten auf, durch welche sie ihre Fähig-<br />
	keiten, Fertigkeiten und Kompetenzen erproben und erweitern können</p>
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		<title>Materialien</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 13:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die freie Wahl der Materialien erhöht die Experimentierfreude. Wir (Erwachsene) bieten uns auch als Handlungsmodell an, indem wir gegebenenfalls an “Aktionen” der Kinder teilnehmen und ihnen durch Beobachtung unseres Tuns Impulse für eigene Handlungen ziehen können. Des weiteren lassen wir sie an unseren Erfahrungen im praktischen Umgang mit Dingen oder auch unseren Kenntnissen von Organisationsabläufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die freie Wahl der Materialien erhöht die Experimentierfreude.</p>
<p>Wir (Erwachsene) bieten uns auch als Handlungsmodell an, indem wir gegebenenfalls an “Aktionen” der Kinder teilnehmen und ihnen durch Beobachtung unseres Tuns Impulse für eigene Handlungen ziehen können. Des weiteren lassen wir sie an unseren Erfahrungen im praktischen Umgang mit Dingen oder auch unseren Kenntnissen von Organisationsabläufen teilhaben lassen.<br />
<span id="more-14"></span><br />
Organisation, das bedeutet den sinnvollen (effektiven) Aufbau von Tätigkeitsschritten aufzeigen. Dies wiederum bedeutet die Teilschritte einer Handlung, differenziert zu betrachte (Transparenz) und die Einzelteile so zusammenzustellen, dass das gewünschte Ziel erreicht wird. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist es den Kindern die Möglichkeit zu geben, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen. Durch diese “lebendigen Erfahrungen” können sie gezielt – lernen durch Versuch und Irrtum – reflektieren und somit beim nächsten Mal schon gemachte Fehler vermeiden. Durch zunehmende Lernübungserfahrungen können (kognitive) Abstraktionen entwickelt werden. Hieraus folgernd verkürzt sich auch der Zeitaufwand. Mehr Zeit für anderes entsteht.</p>
<p>In Partizipationsprozessen liegt ein erhebliches Potential zur Persönlichkeitsentwicklung.</p>
<p>Eine alltägliche Lernsituation:<br />
Haben sich Kinder für die Zubereitung eines Kartoffelauflaufes sowie eines Gurkensalates entschieden, so entsteht hieraus eine Situation, in welcher sie vielfältige sinnliche und praktische Erfahrungen im Umgang mit Dingen und Personen machen können.<br />
Zunachsteinmal ist die Planung einzelner Teilhandlungen notwendig.</p>
<p>-       “Wieviel Zeit haben wir zur Verfügung?”<br />
“Was brauchen wir für die Zubereitung?”<br />
  (Kartoffeln, Käse, Gurken,&#8230;<br />
“Welche Mengen benötige ich?”<br />
“Wer ißt mit?”/ “Wie groß ist der Hunger?”<br />
“Wer kauft ein?”<br />
Der “Arbeitsplatz” (Tätigkeitsfeld) muss vorbereitet werden</p>
<p>Nun folgt die praktische Umsetzung!<br />
Wieder Überlegungen<br />
-	“Wie wollen wir das Gericht zubereiten?”<br />
“Welche Materialien brauchen wir?”<br />
  (Käseraspel, Sparschäler,&#8230;/ Sicherheitshinweise)</p>
<p>Verschiedenste Wünsche und Vorstellungen aller Beteiligten wollen Koordiniert werden (Interaktion).<br />
Neue Handlungsmöglichkeiten und –Perspektiven- “tun sich auf”.</p>
<p>Nicht alle Kinder haben die gleichen Fertigkeiten.<br />
(Eines der Kinder hat vielleicht noch nie mit einem Sparschäler gearbeitet.)</p>
<p>Durch die sich entwickelte rege Gruppentätigkeit sind die Kinder aus sich selbst heraus animiert, ihr Bestes zu geben (Bedürfnis nach sozialer Anerkennung). Die Kinder sind stolz auf ihre Kompetenzen und lassen andere gerne daran teilhaben, so daßss das andere Kind um eine neue Erfahrung, in diesem Fall die Handhabung des Sparschälers  bereichert wird. Die Kinder geben ihr Wissen gerne weiter (Steigerung der Sozialkompetenz). Einen Handlungsprozess zu erklären erfordert eine gewisse Sprachkompetenz und um diese Erklärung aufzunehmen ebenfalls. Es ist eine Wechselwirkung zwischen Redner und Zuhörer enstanden. Das Kind hat im Zuge dessen nicht nur einen neuen Begriff aufgenommen (“Sparschäler”) sondern auch gelernt, dass es nicht schlimm ist, etwas nicht zu wissen, denn es kann einem ja beigebracht werden. Beim nächsten Mal erklärt sie/er es einem anderen Kind! (Die Interaktion wird gesteigert.) Es gibt zunehmend weniger konkurrierende Einzeltätigkeiten. Im Rahmen dieses interakiven Teamworks erfahren Kinder und Erwachsene, dass eine Person etwas in einem Bereich gut kann und eine andere etwas in einem anderen. Außerdem erleben sie durch die Tätigkeiten auch, dass es unterschiedliche Möglichkeiten von Handlungsweisen gibt und alle Vor- und Nachteile in sich bergen.<br />
Bei auftauchenden nur schwer zu überwindbar scheinenden Schwierigkeiten (z.B. Auflaufform zu klein gewählt/ einige Kartoffeln auf dem Boden&#8230;) ermuntern wir die Kinder diese zu überwinden, indem wir ihnen beispielsweise Denkanregungen wie “Überleg doch mal, wie war das letztes Mal?!” Geben oder wir ihnen auch Erfolgsschritte ihrer Handlungen (Gurkensalat, o.a.) aufzeigen.<br />
Oftmals brauchen die Kinder unsere Anregungen aber garnicht.</p>
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		<title>Abschluss</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 12:53:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch die zunehmende Übung haben sie zunehmend Vertrauen in ihre Fertigkeiten gewonnen und sind dadurch auch wiederum vermehrt selbstbewußt dazu in der Lage sich selbst – Hilfe durch z.B. Überlegungen aus schon gemachten ähnlichen Erfahrungen zu holen. Die Kinder Fehler machen zu lassen, bedeutet für uns Erwachsene auch Spannungen auszuhalten. Unsere inneren Anspannungen nicht vorschnell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die zunehmende Übung haben sie zunehmend Vertrauen in ihre Fertigkeiten gewonnen und sind dadurch auch wiederum vermehrt selbstbewußt dazu in der Lage sich selbst – Hilfe durch z.B. Überlegungen aus schon gemachten ähnlichen Erfahrungen zu holen.<br />
<span id="more-16"></span><br />
Die Kinder Fehler machen zu lassen,  bedeutet für uns Erwachsene auch Spannungen auszuhalten. Unsere inneren Anspannungen nicht vorschnell einzugreifen. Ihnen Zeit geben, die Schwierigkeit zu überwinden. Durch Schwierigkeiten lernt das Kind auch Konsequenzen ab – und einzuschätzen/ verantwortungsbewußt für sich und andere damit umzugehen.<br />
Kinder benötigen lediglich rückhaltbietende Personen, welche ihnen aufzeigen, daßss sie auf dem richtigen Weg sind. Es stärkt Kinder auch, wenn wir sie darum bitten, uns ihre Handlungsweise zu erläutern.<br />
Ein Kind, welches seine Tätigkeit frei gewählt hat, durch Ausprobieren gelernt hat, dies getan, um sein Ziel zu erreichen. Ist das Ziel erreicht, so sind die Kinder voller Freude auf den daraus resultierenden Erfolg.<br />
Durch die überwundenen Schwierigkeiten fühlen sie sich in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und wenden sich voller Eigenaktivität und Selbstständigkeit neuen Tätigkeitsbereichen</p>
<p>Partizipation, im Besonderen in der Sprachförderung ist ein sich ständig neu produzierender Prozess der Produktivität, des Ineinandergreifens von Wechselwirkungen.<br />
Der Erweiterung, Vermehrung und Bereicherung von Wissen und Kenntnissen.<br />
-	Denk- und Sprachniveau können sich erhöhen.<br />
Handlungs- und Entfaltungsmöglichkeiten können sich vervielfältigen.<br />
Selbstsicherheit und Sozialkompetenzen können sich vergrößern.<br />
Selbstwert und Eigenständigkeit können sich vermehren.<br />
Entlastung und Zufriedenheit kann wachsen.<br />
Freiräume können entstehen&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..</p>
<p>GEBEN SIE:<br />
-	Mitsprache- und Mitentscheidungsmöglichkeiten<br />
(die Basis für demokratische Beteiligung)</p>
<p><em>“Wenn Kinder sich in der Zukunft bewähren sollen, so müssen wir ihnen Mut machen, ihnen helfen, daß sie Charakterstärke, Verantwortungsbereitschaft und praktische Fähigkeiten erwerben können, je mehr sie dies aus eigener Motivation heraus tun, um so sicherer ist es, daß sie die Schlüsselqualifikationen erwerben, die sie für die Zukunft brauchen.”</em><br />
							<strong>Zitat von Maria Montessori</strong></p>
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